Archiv für Oktober 2012

C.C. Hunter „Geboren um Mitternacht“ – Shadow Falls Camp

 

 

 

 

Autor C.C. Hunter
Übersetzt von Tanja Hamer
Originaltitel Born at Midnight (A Shadow Falls Novel)
Verlag Fischer FJB
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy-Jugendroman
Seitenzahl 515
Erscheinungsjahr 15. Juni 2012 (Deutschland)
Preis 19,99 €

 

Inhalt

„Weißt du, die magischen Wesen, die du aus Büchern und Filmen kennst, gibt es wirklich und, ach ja, du bist eines davon.“

Kylie Galen ist eigentlich ein ganz normaler Teenager und erlebt gerade die Scheidung ihrer Eltern mit. Um ein wenig Ruhe ins Leben ihrer Tochter zu bekommen, beschließt ihre Mutter, sie in ein Sommercamp zu schicken. Doch wie weit ist es mit der Ruhe, wenn man dort erfährt, dass die Welt mehr ist, als dass was man kennt? Kylies bekannte Welt bricht über ihr zusammen und das Abenteuer beginnt…

 

Meinung

Es war eigentliche ein Zufall, dass ich das Buch gekauft habe. Es lächelte mich am Bahnhof so schön an. Der Klappentext verriet, es ging um magische Wesen und es rief: „Nimm mich mit“. Ich fand es spannend. Einen Charakter zu begleiten, dem jede Ausrede Recht ist, um zu beweisen, dass er kein magisches Wesen ist. Denn magische Wesen erkennen einander, wenn sie sich Treffen und so wird Kylie als eine von ihnen angenommen. Doch dem Teenagermädchen ist das gar nicht Recht, sie hätte lieber einen Hirntumor, der ihren Körper durcheinander bringt oder eine Geisteskrankheit. Immer wieder ist es lustig zu sehen, wie Kylie sich mit aller Macht gegen die Magie wehrt.

Aber es sollte auch erwähnt sein, dass es sich um ein typisches Jugendbuch handelt. Teenager und ihre Gefühlschaos, erste Liebe und streitende Zimmergenossen. Allerdings ist es an einigen Stellen schwierig, Kylies Handeln zu begreifen, es bleibt so manche Erklärung aus (sie folgt erst in späteren Romanen). Es ist also kein Buch für ungeduldige Leser.

 

Fazit

Zusammengefasst ist es ein Buch über ein Teenagermädchen, das in die übernatürliche Welt geworfen wird und damit nun neben üblichen Problemen zurechtkommen muss. Wer sich darauf einlassen kann, wird Spaß an diesem Buch haben und die magischen Wesen einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Mein Fazit also 4 von 5 Zähnchen.

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Richard Adams „Unten am Fluss“

Cover Unten am Fluss

Watership Down

Autor Richard Adams
Übersetzt von Egon Strohm
Originaltitel Watership Downtd>
Verlag Ullstein
Originalsprache Englisch
Genre Abenteuerroman
Seitenzahl 656
Erscheinungsjahr 1975 (Deutschland)
Preis 9,95

„Es ist eine Geschichte über Kaninchen“

Inhalt

Was würdest du tun, wenn du genau wüsstest, dass deine Heimat bald zerstört werden wird?

Dieser Frage muss sich das kleine Kaninchen Fiver, eine der Hauptfiguren in Richard Adams Roman Watership Down stellen.  Für ihn und seinen Bruder Hazel ist die Frage schnell beantwortet. Ihnen bleibt nur die Flucht. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe verlassen sie ihr altes Gehege und machen sich auf die Suche nach einer neuen Heimat, ihrem kleinen Paradies. Doch ist der Weg dorthin alles andere als einfach. Kaninchen haben viele Feinde, Füchse, Hunde, Katzen und der Mensch. Doch wie es schon bei unsereins heißt, wir selbst sind unser größter Feind. Es zeigt sich, dass es bei den Kaninchen nicht anders ist. Der Kampf beginnt und Blut wird fließen.

Meinung

Auch wenn es auf den allerersten Blick seltsam anmutet, sich in die Welt der Kaninchen einzudenken und vor allem einzufühlen, gelingt es dem Roman ab der ersten Seite seinen Leser zu fesseln.  Schon beim ersten Lesen habe ich mich mit Fiver und seinen Freunden gefreut und mit ihnen gelitten.

Mit ein Grund dafür ist die sehr detailierte, liebevolle Zeichnung der einzelnen Charaktere der kleinen Gruppe von Hlessil (Bedeutet in Lapine, der Sprache der Hasen Vagabund; Kaninchen ohne Bau).  Ja, Adams gibt seinen Kaninchen eine eigene Sprache, die er immer wieder einfließen lässt. Hlessil ist nur eines von vielen Worten, die der Leser lernt.  Hier ein kleiner Einblick

Auch wenn Adams behauptet sein Buch sei nur ein Roman über Kaninchen, möchte ich doch auch behaupten, dass eine (kleine) politische und gesellschaftliche Kritik in seinem Text steckt. Deutlich prangert er die Unterdrückung der schwachen an, wenn er Hazel schwören lässt, dass er ein Gehege schaffen wird, in dem sein kleiner Bruder und andere die nicht so stark sind, nicht unterdrückt werden.

Der Leser kann viel von diesem Roman lesen.

Verfilmung

1987 verfilmte der Regisseur Martin Rosen den Roman als Zeichentrick-Film. Jeder der jetzt glaubt es handelt sich dabei um einen Film für Kinder, liegt weit daneben. Rosen zeichnet eine Welt in dunklen Farben, in denen die Kaninchen mehr als einmal blutig um ihr Leben kämpfen müssen.  Ein Erwachsener jedoch, der sich auf diesen Film einlässt, erlebt ein einmaliges Werk.

Die Stimmung wird von traurigen, wie sanften Klängen untermalt. Unter Anderem steuerte Art Garfunkel seinen Song „Bright Eyes“ zum Soundtrack bei.

Fazit

Ich war 12 Jahre alt, als ich den Roman das erste Mal gelesen habe und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, als ich es einmal begonnen habe. Allerdings sollte erwähnt sein, dass dieser Roman nicht wirklich für Kinder geeignet ist. Vielmehr ist es ein Buch, das ich für Teenager und Erwachsene empfehlen würde. Es lohnt sich auch „Unten am Fluss“ mehr als einmal zu lesen, denn immer wieder entdeckt der Leser Neues, das ihm beim ersten Mal entgangen ist. „Unten am Fluss ist ein vielschichtiger Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Mein Fazit also: 5 von 5 Zähnchen

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