Archiv für November 2012

Christoph Marzi „Lycidas: Die Uralte Metropole – Erster Roman“

Autor Christoph Marzi
Übersetzt von
Originaltitel
Verlag Heyne
Originalsprache Deutsch
Genre Fantasy
Seitenzahl 864
Erscheinungsjahr 1. Dezember 2004
Preis 14 €

Inhalt

Die Welt, die wir kennen ist nichts weiter als ein schöner Schein. Die wahre Welt, mit all ihren Wundern und Grausamkeiten liegt im darunter Verborgen. Das muss das Waisenmädchen Emily Laing in der Londoner U-Bahn erkennen.  Denn dort befindet sich der Eingang zur unterirdischen Metropole, der Stadt der Schornsteine. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Aurora und ihrem neuen Mentor Wittgenstein macht Emily sich auf den Weg, die Geheimnisse der „Unterwelt“ zu ergründen und gleichzeitig etwas über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren.


Meinung

Der Roman erzählt die Geschichte der kleinen Emily aus der Sicht des Halbelfs Mortimer Wittgenstein. Der Alchemist erkennt das  Talent des Waisenmädchens und nimmt sie bei sich auf. Manch einer wird jetzt sagen: Schon wieder so eine Geschichte über ein Mädchen, dass in die Welt der Magie gestoßen wird. Unrecht hat er nicht, dennoch ist diese Geschichte anders. Das liegt schon allein an einer großen Portion trockenem Humors und der zweiten Hauptfigur, dem Erzähler. Denn Wittgenstein ist genauso wenig wie Emily ein Held. Zwar versucht er, London vor der Dunkelheit zu retten, doch hat er mehr als ein paar kleine Fehler. Einer davon ist wohl, dass er nicht den blassesten Schimmer von Kindern hat. „Dieses Kind!“ einer seiner Lieblingsausrufe (meiner übrigens auch). Emily verlangt Antworten und Wittgenstein versucht ihr diese mit sehr wenig Geduld zu liefern.


Die Stadt der Schornsteine tief unter den Straßen Londons ist verborgen vor den meisten menschlichen Augen. Allerdings wird sie von vielen anderen Wesen bevölkert. Auf ihrem Weg trifft Emily sprechende Ratten, Elfen, Engel, Götter und schließlich sogar auf Luzifer höchstpersönlich. Es ist eine spannende Reise in den dunkelsten Teil Londons.


Fazit

„Lycidas“ ist also eine Geschichte über ein kleines Mädchen, das versucht, sich in der Welt des heutigen Londons zurechtzufinden und dann auch noch feststellen muss, dass es wesentlich schlimmer ist, als es in seinen kühnsten (Alb-)Träumen glaubt. Der Roman ist eine spannende Reise, ein Balanceakt zwischen dem London, das wir als real kennen und der Stadt der Schornsteine tief unter den Straßen. Auf jeden Fall lesenswert.

Mein Fazit also: 5 von 5 Sternchen.

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Stephen King „Es“


Autor Stephen King
Übersetzt von Alexandra von Reinhardt
Originaltitel It
Verlag Heyne
Originalsprache Englisch
Genre Horror
Seitenzahl 1536
Erscheinungsjahr neuste Auflage 8. Februar 2011
Preis 13,99 €

Inhalt
Alle 28 Jahre erfassen Grauen und Tod die Stadt Derry in Maine. Denn das Böse erwacht in zyklischen Abständen und dann hat es Hunger auf menschliches Fleisch. Im Jahr 1954 geschieht es erneut und wieder fallen dem namenlosen Bösen Menschenleben zum Opfer. Dieses Mal jedoch stellen sich 7 Kinder dem Kampf. Bill Denbrough, dessen kleiner Bruder ermordet wurde, und seine Freunde Mike Hanlon, Ben Hanscom, Beverly Marsh, Stan Uris, Richie Tozier und Eddie Kaspbrak ziehen aus um ES zu töten. Es scheint zu gelingen, doch 28 Jahre später beginnt das Grauen von neuem und dieses Mal soll das Letzte sein…

Meinung
Wie jedes andere Stephen King Buch ist auch dieses voll von Sex und Gewalt. Ich gebe zu Sexszenen habe ich übersprungen, weil sie absolut sinnlos wirken, doch sie gehören zu Stephen King dazu, was soll ich mehr sagen.
Aber lassen wir das, wenn man davon absieht, ist Es eine einmalige Geschichte. Das namenlose Böse, dass am liebsten in Gestalt des Clowns Pennywise auftritt, terrorisiert nicht nur die Bewohner, des kleinen Städtchens Derry, sondern auch den Leser. Von Anfang bis Ende verspricht dieses Buch Gänsehaut pur, doch ist es nichts für zarte Nerven. Kein Buch für Kinder. Ich war 16, als ich es gelesen habe und habe nach den ersten Kapiteln immer nur noch bei Tageslicht gelesen. Abends nicht mehr, denn ich hatte immer das Gefühl, dass im Dunkeln der Clown auf mich lauert.
Verfilmung
Natürlich gibt es auch zu Es eine Verfilmung. Es ist eine Produktion, der man das nicht gerade hohe Budget ansieht. Dennoch ist es nicht ratsam, den Film allein im Dunkeln zu schauen. Denn der Clown Pennywise geht dem Zuschauer tief unter die Haut. Tim Curry hat mir die Freude an Clowns gründlich verdorben. Dieser Film ist wunderbar zum Gruseln, doch sollte man sich darauf gefasst machen, dass die darauffolgende Nacht schlaflos wird.

Fazit
Ein Roman voller Blut und Gewalt. Wunderbar wenn man sich gerne gruseln will, aber absolut nicht zum Entspannen geeignet. „Es“ ist eine Reise in durch die tiefsten Ängste der Menschen, aber auch eine Geschichte darüber, wie man sich und seine eigenen Ängste besiegt. Auf jeden Fall lesenswert.

Mein Fazit also: 4 von 5 Zähnchen.
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Christopher Paolini „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“

Autor Christopher Paolini
Übersetzt von Joannis Stefanidis
Originaltitel Eragon (The Inheritance Cycle)
Verlag cbt
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy
Seitenzahl 736
Erscheinungsjahr (6. März 2006)
Preis 9,95 €

Inhalt

Eigentlich wollte er doch nur auf die Jagd gehen, um seiner Familie ein gutes Essen zu erbeuten. Doch ein blauer Stein macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Durch einen Zauber landet der Stein direkt vor den Füßen des Jungen. Eragon ahnt, dass er wertvoll ist, doch wie wertvoll erkennt er erst, als das Ding sich zu bewegen beginnt und ein winziger, blauer Drache schlüpft. Saphira nennt Eragon seine Drachin und bald müssen die beiden feststellen, dass sie in Gefahr sind. Der König des Landes weiß, dass ein Drache das Ende seiner Herrschaft bedeuten kann und er wird über Leichen gehen, um das zu verhindern. Ein Kampf beginnt, dessen Preis nichts Geringeres als das Heil eines ganzen Landes und seiner Völker ist.

Meinung
Als ich dieses Buch zur Hand nahm, habe ich mich im ersten Moment gefragt: „Wie soll das bitte funktionieren? Der Junge (Eragon) ist 15 Jahre alt und soll die Welt retten?“ Eine seltsame Vorstellung, nicht wahr? Aber wie oft sind die Helden in Romanen und Filmen Teenager oder gar Kinder? Also habe ich das Buch gelesen und war schnell fasziniert von der Welt, die sich mir bot. Mit jeder neuen Seite konnte ich mir immer mehr vorstellen wie Alagaesia, das Land Eragons, aussieht, wie die Menschen, Elfen und anderen Wesen leben und vor allem, wie zerstört das Land vom ewig andauernden Kampf aussieht. Der Leser erhält sogar einen Einblick in die magische Sprache der Elfen.
Nein, natürlich ist sie nicht so komplex, wie die Elben-Sprache Tolkiens. Doch wir begleiten hier einen Jungen, der das alles erst lernen muss, wer will da verlangen, dass er gleich zu Anfang eine ganze Sprache lernt. Einen Schritt nach dem anderen.
„Eragon – Das Geheimnis der Drachenreiter“ ist eine phantasievolle Geschichte, die mehr als einen Geist angeregt hat, sich tief in diese Welt hineinzubegeben.

Verfilmung
Am 14. Dezember 2006 erschien der Film „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ mit Edward Speleers, Jeremy Irons, Sienna Guillory, Robert Carlyle, John Malkovich und Garrett Hedlund in den Hauptrollen. (Ich sehe Eragonfans gerade rotieren, weil sie den Film so schlecht fanden, in gewisser Weise kann ich das sogar verstehen.) Der Film ist nicht schlecht, er ist eigentlich ein solider Fantasy-Film, solange man ihn nicht mit der „Vorlage“ in Verbindung bringt. Zu viel wurde weggelassen (selbst die spitzen Ohren der Elfen), Wege wurden gekürzt, wichtige Figuren wurden gestrichen.
Um den Film-Durza zu zitieren: „Ich habe mehr erwartet.“ Da kann mein Eragon-Fanherz nur zustimmen. Doch wie gesagt, der Film an sich ist solide gemacht.

Fazit
Eragon hat viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Wir begleiten nicht nur einen Krieger, der lernen muss, seine Rolle zu akzeptieren, sondern auch einen Jungen, der erwachsen wird und die Höhen und Tiefen des Lebens kennenlernt. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Mein Fazit also 5 von 5 Zähnchen.

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Christopher Moore „Ein todsicherer Job“

 

Autor Christopher Moote
Übersetzt von Jörn Ingwersen
Originaltitel A dirty Job
Verlag Goldmann Verlag
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy
Seitenzahl 480
Erscheinungsjahr 13. November 2006 (Deutschland)
Preis 9,95 €

Inhalt
„Herzlichen Glückwunsch, Sie sind der Tod. Ein mieser Job, aber irgendjemand muss ihn ja machen.“
Charlie Ashers Frau stirbt bei der Geburt der ersten gemeinsamen Tochter. So wird er nicht nur an einem Tag Witwer und alleinerziehender Vater, nein, die seltsamen Vorkommnisse und die Toten um ihn herum häufen sich. Dann erfährt Charlie auch noch aus einem Buch, das er erhält, dass er die Stelle des Todes einnehmen soll. Na wunderbar, was soll er denn damit? Schon steckt er in einem kuriosen Abenteuer, das nicht nur seine Welt verändert…

Meinung
Dieser Roman ist keine Lektüre für die Bahn! Ich selbst habe es dort gelesen und mir wurde mehr als ein seltsamer Blick zugeworfen, da ich immer wieder lachen musste. Tja, doch das war es wert. Ich habe selten bei einem Buch so gelacht, wie bei diesem. Mit Charlie Asher hat Christopher Moore eine Figur erfunden, der man vieles nachsagen kann, aber ein Held ist sie mit Sicherheit nicht. Er stolpert von einem Chaos ins Nächste, immer bemüht den neuen seltsamen Job mit seinem Leben in Einklang zu bringen. Es ist ein Heidenspaß ihm dabei zuzusehen, wie er vor immer neue Probleme gestellt wird und versucht -mehr schlecht als recht- diese zu lösen. Dann wäre da ja auch noch die Tochter, die erzogen, geliebt und gehätschelt werden will. Es ist nicht einfach, so ein Leben als Tod…

Fazit
Christopher Moore hat einen liebenswerten Antihelden kreiert, der durch die Welt stolpert und immer wieder erkennen muss, dass es nicht einfach ist, den Platz des Todes einzunehmen. Dieser Roman ist nicht nur ein Muss für alle Christopher Moore Fans, sondern auch für all jene, die schwarzen Humor zu schätzen wissen.

Mein Fazit also 5 von 5 Zähnchen.
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