Archiv für Dezember 2012

Juliet Marillier „Die Tochter der Wälder“

sevenwaters

Autor Juliet Marillier
Übersetzt von Regina Winter
Originaltitel Daughter of the Forest
Verlag Knaur TB
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy/ Historischer Roman
Seitenzahl 656
Erscheinungsjahr 4. April 2011 (neueste Auflage)
Preis leider nur antiquarisch erhältlich

 

Inhalt
Irland gegen Ende des 9. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Mutter wächst die junge Sorcha zusammen mit ihren sechs Brüdern als Tochter des Fürsten der Grafschaft Sevenwaters auf. Doch eines Tages bringt der Lord seine zukünftige Braut mit in die Burg und das Unglück nimmt seinen Lauf. Denn schon bald spürt Sorcha, dass etwas nicht stimmt. Die Stiefmutter ist eine böse Hexe. Sie verflucht die Brüder des Mädchens und verwandelt sie in Schwäne. Sorcha ist die einzige, die den Bann brechen und ihre Brüder sowie die Grafschaft retten kann.

Meinung
Irgendwie klingt das vertraut, nicht wahr? Ich habe eine ganze Weile überlegt und das Buch schon zu 2/3 gelesen, bis bei mir endlich der Groschen gefallen ist. Die Geschichte beruht auf „Die sechs Schwäne“ der Gebrüder Grimm! Eine Schwester, die ihre Brüder von einem Fluch befreien muss und dafür Jahre lang zum Schweigen verdammt wird. Nebenbei muss sie dann auch noch Hemdchen aus Mieren (hier ähnlich wie Disteln) weben. Dann wären da natürlich noch der Fürst, der sie mit zu sich nimmt und eine Vielzahl dunkler Gestalten, die Sorcha und auch ihre Brüder vernichten wollen. Es ist ein wunderschönes Märchen.

Fazit
Juliet Marillier hat mit ihrem Roman eine wunderschöne Adaption des Märchenstoffes geschaffen. Die Geschichte hat alles, was ein gutes Märchen braucht. Eine Heldin, eine böse Hexe und versteckt in den Wäldern magische Wesen. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Ich kann es nur jedem empfehlen, der ein Herz für Märchen hat und schöne Geschichten mag.

Mein Fazit also: 5 von 5 Zähnchen

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Royce Buckingham „Dämliche Dämonen“

Dämonen

Autor Royce Buckingham
Übersetzt von Joannis Stefanidis
Originaltitel Demonkeeper
Verlag Blanvelet
Originalsprache Englisch
Genre Humor/Fantasy
Seitenzahl 224
Erscheinungsjahr 27. August 2008 (in Deutschland)
Preis 6,99  € (Hardcover)

Inhalt

Nach dem Tod seines Pflegevaters und Lehrmeisters sitzt Nate allein in seinem Haus und wird zu dessen Hüter (Hüter des Hauses oder des Pflegevaters?). An sich keine große Sache könnte man meinen – dumm nur, dass sein Lehrer den Jungen zu seinem Nachfolger ausgebildet hat. In welchem Job? Dämonenhüter! Unsere Welt wimmelt von Dämonen. Nur die wenigstens sind gefährlich, aber sie müssen geschützt und behütet werden, genauso wie wir vor ihnen bewahrt werden müssen. Das Gefährlichste unter ihnen ist im Keller gefangen und wartet nur auf die Gelegenheit zu entkommen und zu fressen. Sein Lieblingsfutter? Wir..!

Meinung

„Dämliche Dämonen“ wurde für ein jüngeres Publikum geschrieben. Mit anderen Worten, es ist eigentlich eher für Leser um die 12 Jahre geeignet. Es ist leichte Lektüre, die man schnell gelesen hat. Ich habe die gut 250 Seiten an einem Tag gelesen. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass es unglaublich lustig ist, Nate und seine kleinen Dämonenfreunde dabei zu begleiten, wie sie versuchen die Welt zu verbessern und die dunklen und meist sehr nervtötenden Dämonen in Schach zu halten.

Fazit

Für eine wirklich kurzweilige Unterhaltung ist dieser Roman wirklich gut geeignet. Allerdings schafft er es nicht wirklich seinen Leser länger zu fesseln. Ich will nicht sagen, dass die Handlung vorhersehbar ist, dennoch erwartet der Leser vom ersten Moment an, dass so bei Nate so ziemlich alles schiefgeht. Das bezieht auch den Ausbruch des Tiers aus dem Keller mit ein. Für einen Moment ist „Dämliche Dämonen“ tatsächlich nett zu lesen, doch verfliegt das Gefühl schnell wieder.

Mein Fazit also: 3,5 von 5 Zähnchen

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P’s Frohe Weihnachten^^

Derek Landy „Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand

 

 

Autor Derek Landy
Übersetzt von Ulla Höfker
Originaltitel Skulduggery Pleasant
Verlag Loewe Verlag
Originalsprache Englisch
Genre Abenteuer/Fantasy
Seitenzahl 344
Erscheinungsjahr 2007  (in Deutschland)
Preis 16, 90 € (Hardcover)

 

 

Inhalt

Es beginnt mit der Beerdigung von Stephanie Edgleys seltsamen Onkel Gorden. Dort fällt ihr der eigenartige Mann zum ersten Mal auf. Er ist elegant gekleidet (die Kleider wirken jedoch als wären sie viel zu groß), trägt einen großen Hut und ein Schal verdeckt sein Gesicht. Etwas stimmt nicht, dass spürt Stephanie. Was das ist, erfährt sie in der alten Villa, die ihr Onkel ihr hinterlassen hat. Dort wird sie angegriffen – nicht etwa mit einer Waffe, nein, mit Magie. Der Fremde kommt ihr zur Hilfe. Als er den Hut abnimmt, lüftet er das erste seiner zahlreichen Geheimnisse. Denn Skulduggery Pleasant ist kein Mensch, er ist ein lebendiges Skelett. Mit dieser Erkenntnis beginnt das Abenteuer erst richtig.

 

Meinung

Man nehme ein 12-jähriges Mädchen, ein magisches Skelett und einen Feind, den es vor Jahrzehnten schon einmal zu besiegen galt. Dazu kommt noch eine magische Welt, die in der „normalen“ existiert, vor den Augen aller und doch verborgen. Ein Rezept mit vertrauten Elementen, vermischt mit einer Menge britischem Humor ergibt allerdings ein vollkommen neues Endergebnis. Mit Skulduggery Pleasent hat Derek Landy ein wunderbares Werk geschaffen, bei dem ich mich weggeschmissen habe vor Lachen, doch auch die anderen Gefühle kamen nicht zu kurz. Ich wurde mit Stephanie in eine der abgedrehtesten Welten hinein gezogen, die mir bis jetzt untergekommen ist. Der Text sprüht nur so vor schwarzem Humor, Ironie und Sarkasmus. Abgerundet wird das Ganze von einer nicht weniger verrückten Detektivgeschichte. Denn die Frage ist: Starb Onkel Gorden eines natürlichen Todes oder hat jemand nachgeholfen? Tja, die Antwort steht im Roman ;).

 

Fazit

Skulduggery Pleasant verbindet alles was ein guter Roman braucht: Eine gute Geschichte, wunderbare Romanfiguren und einen Schreibstil, der uns Leser zum Lachen und Weinen bringen kann. Aber findet es doch selbst heraus. Der Roman ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden, mindestens einmal.

 

Mein Fazit also: 5 von 5 Sternchen

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Peter Straub „Der Hauch des Drachen“

Autor Peter Straub
Übersetzt von Harro Christensen
Originaltitel Floating Dragon
Verlag Bastei Lübbe
Originalsprache Englisch
Genre Horror
Seitenzahl 670
Erscheinungsjahr 1995 (in Deutschland)
Preis Neu nicht mehr erhältlich, dafür aber gebraucht bei Amazon ab 0,01 €

Inhalt

Ein Unfall in der Chemiefabrik  der kleinen Stadt Hampstead, Connecticut ist der Auslöser für eine Reihe seltsamer Vorfälle: Eine Krankheit bricht aus und ein Mörder geht um. Etwas Schreckliches bahnt sich an und nur die letzten Nachkommen der Gründerfamilien scheinen die herannahende Katastrophe verhindern zu können. Nun gilt es herauszufinden wer oder was hinter all den Vorkommnissen steckt.

 

Meinung

Auf den ersten Blick scheint an Peter Straubs Roman nichts Magisches zu sein. Eine Krankheit, ein psychopatischer Mörder, der normaler Wahnsinn. Doch das stimmt so nicht ganz. Zwei der

Hauptfiguren, der 13jährige Tabby Smithfield und die junge Hausfrau  Patsy McCloud haben übersinnliche Kräfte. Schnell stellt sich heraus, dass die Protagonisten diese Fähigkeiten auch brauchen werden, denn ihr Gegner ist nicht nur grausam und zu allem bereit, sondern auch kaum aufzuhalten. Wie heißt es so schön: Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird. Ein Motto, an das sich Peter Straub hält.

 

Wie viele andere Bücher habe ich Peter Straubs „Der Hauch des Drachen“ mehr als einmal gelesen. Der Grusel-Faktor ist enorm, nichts für schwache Nerven. Denn mehr als ein Tod wird bis ins kleineste Detail beschrieben. Hier blitzen Messer auf, dort wird geschossen. Blut fließt in Strömen. Der Tod ist ein ständiger Begleiter des Lesers und es dauert lange, bis der Leser erkennt, wer das ‚Monster‘ ist.

 

Fazit

„Der Hauch des Drachen“ ist eine Reise tief in die Abgründe der menschlichen Dunkelheit.  Ich sage es hier laut und deutlich: der Roman ist nichts für zarte Nerven. Jede Art des Todes wird genutzt, um den Leser tiefer in die Welt des Romans zu ziehen. Dennoch ist das Buch sehr gut geschrieben. Peter Straub ist ähnlich wie Stephen King ein Meister seines Faches. Der Weg ins Licht führt durch die Finsternis, und Straub bereitet den Weg.

Mein Fazit also: 5 von 5 Zähnchen.
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Diana Gabaldon – „Feuer und Stein“

Autor Diana Gabaldon
Übersetzt von Gabriele Kuby
Originaltitel Outlander
Verlag Blanvalet Verlag (Erstausgabe)
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy/ Historischer Roman
Seitenzahl 800
Erscheinungsjahr 1995 (in Deutschland)
Preis 10,- (Taschenbuch)

Inhalt

Im Jahr 1945, kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, macht die britische Krankenschwester Claire Beauchamp Randall gemeinsam mit ihrem Ehemann Urlaub in der Nähe der schottischen Stadt Inverness. Während eines nächtlichen Spaziergangs  betritt sie versehentlich einen Steinkreis und das Unglaubliche geschieht: Als Claire sich das nächste Mal umsieht ist nichts mehr so, wie es vorher war, denn sie ist im 18. Jahrhundert gelandet. Wie kommt sie nun wieder zurück? Will sie überhaupt wieder zurück? Denn auch das 18. Jahrhundert hat seine Vorzüge – wie zum Beispiel den genauso sturen wie gut aussehenden Schotte Jamie Fraser. (geht auch anders, aber das 2. „denn“ war doof)

Meinung

Als großer Trekkie bin ich schon immer von der Möglichkeit der Zeitreise fasziniert gewesen. „Temporale Paradoxien“, eines meiner Lieblingswörter im Star Trek Universum. Doch anders als die Figuren aus Star Trek hat Claire keine ganze Schiffscrew, die versucht sie zurückzuholen. Claire steht fast vollkommen allein da – fast, denn da ist ja noch Jamie. Er ist groß, hübsch und (wohl) die Liebe ihres Lebens. Es ist eine bezaubernde Liebesgeschichte, die leider mitten im Kampf der Schotten gegen die Briten stattfindet. Kämpfe kommen nicht zu knapp, immerhin ist das Land im Kriegszustand. Es ist ein Abenteuer voller Spannung und Liebe.

Fazit

Dieser Roman ist ein Fantasyroman ganz ohne magische Elemente. Keine Zauberer, keine Feen oder Drachen. Das einzige magische Element hier ist die Zeitreise, dennoch fällt der Roman (für mich) in die Kategorie Fantasy, was nicht zuletzt daran liegt, dass man Claire immer wieder der Hexerei bezichtigt. Wie kann man ihr Wissen auch sonst erklären? Lasst euch auf die Geschichte von Jamie und Claire ein und ihr taucht tief in die Welt des Schottlands im 18. Jahrhundert ein. Das alles aus der Sicht einer Krankenschwester, die erst 200 Jahre später geboren wird.

Mein Fazit also: 5 von 5 Zähnchen

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