Archiv für April 2013

Stephenie Meyer “Seelen”

Seelen

Autor Stephenie Meyer
Übersetzt von Joannis Stefanidis
Originaltitel The Host td>
Verlag Carlsen
Originalsprache Englisch
Genre Sci Fi
Seitenzahl 912
Erscheinungsjahr 2008
Preis 9,95 €

Inhalt
In nicht allzu ferner Zukunft haben Außerirdische die Erde eingenommen. Damit nicht genug, sie leben als Parasiten in menschlichen Körpern und kontrollieren sie. Melanie war einer der letzten überlebenden Menschen, doch schließlich wurde auch sie gefangen genommen und eine Außerirdische namens Wanderer in ihren Körper eingesetzt. Anders als bei andere Menschen wird Melanies eigener Geist jedoch nicht ausgelöscht, sondern bleibt vorhanden und baut eine Beziehung zu der Seele (so nennen die Aliens sich selbst) auf. Melanie schafft es Wanderer davon zu überzeugen, dass sie Melanies Familie finden und vor den anderen Seelen beschützen müssen und damit beginnt ein Abenteuer, dass die Menschheit retten könnte.

Meinung
Jeder, der den Namen Stephenie Meyer hört, denkt sofort an glitzernde Vampire, mittelmäßige bis schlechte Verfilmungen und goldene Himbeeren. Die wenigsten wissen allerdings, dass sie sich auch an ein anderes Thema gewagt hat. Ich gebe zu, dass alles erinnert ein wenig an die Körperfresser und ähnliche Filme. Außerirdische übernehmen die Körper und damit die Weltherrschaft, die Menschheit ist am Ende. Doch meistens lehnt sich eine Hand voll Überlebender auf und gewinnt dann oder verliert den Kampf. In „Seelen“ ist das anders. Die Hauptfigur steckt zwar im Körper eines Menschen und muss sich deshalb also mit dem auseinandersetzen, was menschlich ist (Was das ist? Gute Frage, ich bin immer noch am Überlegen). Seelen sind sanftmütig und schrecken vor allem zurück, was auch nur im entferntesten düster ist, vorausgesetzt sie sind gerade nicht auf der Jagd nach neuen Wirten. Bedeutet das im Gegenzug, dass es menschlich ist, brutal und gefährlich zu sein. Ist der Kampf menschlich? Mit diesen Fragen muss Wanderer sich beschäftigen, während sie die Freunde und Familie ihres menschlichen Körpers sucht.

Interessant wird es als sie Melanies kleinen Bruder und ihren Freund finden, die mit einer Gruppe Überlebender tief in der Wüste Arizonas Zuflucht suchten. Wie sollen die Menschen auf Wanderer reagieren? Immerhin ist sie doch eine der Invasoren. Kann man ihr vertrauen oder ist sie eine Gefahr, die so schnell wie möglich aus der Welt geschafft werden muss? Die wichtigste Frage, die sich stellt, ist allerdings, wie menschlich kann jemand sein, der im Körper eines anderen lebt? Kann er lieben? Besitzt er eine eigene Seele? All diese Fragen versucht Stephenie Meyer in ihrem Roman zu lösen. Ob ihr das gelingt? Wanderer ist alles andere als gefühlskalt. Sie muss nicht nur mit Melanies Emotionen und den Reaktionen ihres Körpers umgehen, sondern auch mit ihren eigenen. Da ist doch ein Gefühlschaos vorprogrammiert.

Fazit
Eine nette Abwechslung für zwischendurch. Geschaffen um auf der Couch oder in der Badewanne zu liegen und zu entspannen.

Mein Fazit also 3 von 5 Zähnchen.

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The Spirit

„The Spirit“ auf IMDB

Regisseur Frank Miller
Schauspieler Gabriel Macht: Denny Colt / The Spirit
Samuel L. Jackson: The Octopus
Scarlett Johansson: Silken Floss
Eva Mendes: Sand Saref
Stana Katić: Morgenstern
Drehort Vereinigte Staaten
Originaltitel The Spirit
Originalsprache Englisch
Genre Comicverfilmung
Spieldauer 103 Minuten
Erscheinungsjahr 2008
Altersfreigabe FSK 16

Inhalt
Der Polizist Denny Colt wird in Ausübung seiner Pflichten getötet, doch der Tod, in Form der schönen Lorelei gibt ihm eine zweite Chance. Fortan bekämpft er als Superheld und Privatdetektiv Spirit die bösen Mächte der Stadt Central City. Sein Erzfeind ist Octopus, der nicht nur die Herrschaft über die Stadt übernehmen will, sondern auch gleich noch die Weltherrschaft. Unterstützt werden beide von einer Menge hübscher Frauen.

Meinung
Was erwartet man von einer Comicverfilmung? Action, coole Sprüche, tolle Kostüme. Das ist wohl Ansichtssache, denn man kann es mit allem übertreiben. Was das bedeutet? „The Spirit“ ist überfrachtet mit Kostümen und blöden Sprüchen, dass alles zusammengelegt mit einer sehr vorhersehbaren Story und wir haben einen Film, der sich als Comicverfilmung bezeichnet. Doch spätestens wenn Samuel L. Jackson als Octopus in einer Naziuniform, zur deutschen Nationalhymne unter dem Hakenkreuz seine Pläne, erklärt ist das alles nicht mehr amüsant. Wenn sein Monolog wenigstens noch Sinn ergeben würde, wäre es vielleicht etwas anderes, doch so ist es nur seltsam.

Das einzig interessante an dem Film ist die Farbe des Films. Wie wir spätestens seit Sin City wissen, muss eine Comicverfilmung nicht knallbunt sein. Nein, „The Spirit“ ist nicht in Schwarzweiß gehalten. Es ist eher ein grauer bis sepiafarbener Schleier, der über allem liegt. Nur einzelne Gegenstände, wie Spirits rote Krawatte, werden hervorgehoben. Manchmal sieht man das (meist blutige) Geschehen nur als Schattenspiel. Diese Effekte sind das einzige, was den Film wirklich interessant machen.

Selbst die großen Namen können die Makel des Films nicht wettmachen. Eva Mendez, Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson die ihr Spiel zwar gut über die Bühne bringen, da die Story aber eher platt ist, bringt auch das beste Schauspiel nichts.

Fazit
Wer gute Effekte mag, kann sich diesen Film gern Anschauen, doch für alle anderen würde ich eher empfehlen, es bleiben zu lassen. Es gibt bessere Filme, besonders in der Comicsparte.

Mein Fazit also 1,5 von 5 Zähnchen

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halbes Zähnchen

Animals – Das tödlichste Raubtier ist in Dir!?

Animals auf IMDB

Regisseur Douglas Aarniokoski
Schauspieler Marc Blucas – Jarrett
Naveen Andrews – Vic
Nicki Aycox – Nora
Eva Amurri Martino – Jane (as Eva Amurri)
Andy Comeau – Jules
Bart Johnson – Vaughn
Drehort Vereinigte Staaten
Originaltitel Animals
Originalsprache Englisch
Genre Horror
Spieldauer 93 Minuten
Erscheinungsjahr 2008
Altersfreigabe FSK 16
Inhalt
Als Jarrett die bildschöne Nora in einer Bar kennenlernt, will er nur noch eins: sie in seinem Bett haben. Er bekommt, was er will, doch entgeht ihm dabei, dass die hübsche Nora nicht ist, was sie scheint. In ihrem Inneren wohnt eine blutrünstige Bestie. Bald schon merkt Jarrett, dass etwas mit ihm geschieht, denn Nora hat auch das Monster in ihm geweckt. Er beginnt nach einer Rettung zu suchen und muss sich gleichzeitig Noras mordlüsternden Ex erwehren. Was hat dann noch die Barkeeperin Jane mit dem allen zutun?
Meinung
Das Cover versprach einen  schönen, vielleicht ein bisschen blutigen Horrorfilm, mit vielen Monstern und noch mehr Action. Blut war da, in Massen, nur leider fehlte eine gute Geschichte dahinter. Die Story ist sehr flach und überschaubar. Er trifft sie, beide landen in der Kiste und er wird durch ihren Biss infiziert, siehe oben.
Aber fangen wir von vorn an: In „Animals“ können nicht alle Menschen zu diesen Wesen werden, es ist bereits genetisch in ihren Genen festgelegt und kann aktiviert werden. Noras Biss aktiviert diese Gene. Ja, „Wesen“. Ich sträube mich davor, das Wort „Werwolf“ zu benutzen, denn eigentlich sind die Viecher hässlich, haarlos und einfach seltsam. Nach ein bisschen Recherche hat Wiki das vorgeschlagen: http://de.wikipedia.org/wiki/Lycaenops . Nah dran, aber sicher keine Werwölfe. Auch der Begriff fällt nicht einmal im gesamten Film.
Während wir also zusehen, wie Jarrett zu einer dieser Bestien wird, spielen gleichzeitig Nora und Mac ein Katz- und Mausspiel, bei dem es eigentlich nur darum geht, zu töten und den anderen wieder in seine Finger zu bekommen. Es stellt sich heraus, dass Nora nicht zum ersten Mal versucht, Mac loszuwerden, doch wirklich erfolgreich ist sie dabei nicht. Auch wenn sie es versucht, kommt sie nicht von ihm los. Bringt sie doch in einem Anfall von Rache oder Eifersucht sein neuestes Spielzeug um.
Die Wesen selbst sehen nicht aus, als hätte man sich bei ihnen große Mühe gegeben. Sie sind nie wirklich zu erkennen, da sie ein seltsamer bläulicher Nebel umgibt. Ich bin ja so einiges an Werwölfen gewohnt, aber diese hier sind nicht mein Fall, ihnen fehlt es an Seele und Substanz, vor allem an letzterem. Wenn ich schon einen Film über Werwölfe oder zumindest werwolfähnliche Wesen schaue, dann will ich die Viecher auch richtig sehen.
 
Fazit
Viel Blut, mehr Sex, noch mehr nackte Haut und eine winzige Prise Story. Der Film ist höchstens für Leute geeignet, denen so etwas wie eine Handlung egal ist.
Mein Fazit also 1 von 5 Zähnchen.

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Repo! The Genetic Opera

Repo! The Genetic Opera auf IMDB

Regisseur Darren Lynn Bousman
Schauspieler Alexa Vega: Shilo Wallace
Anthony Head: Nathan Wallace
Paul Sorvino: Rotti Largo
Bill Moseley: Luigi Largo
Kevin Graham Ogilvie: Pavi Largo
Sarah Brightman: Blind Mag
Paris Hilton: Amber Sweet
Drehort Vereinigte Staaten
Originaltitel Repo! The Genetic Opera
Originalsprache Englisch
Genre Rockoper/Horror
Spieldauer 94 Minuten
Erscheinungsjahr 2008
Altersfreigabe FSK 16

Inhalt
Im Jahr 2065 löste eine Krankheit ein Massensterben durch multiples Organversagen aus. Abhilfe schaffen Rottie Largo und sein Biotechnologie-Konzern GeneCo. Sie bieten Ersatzorgane an, die auch mit Krediten finanziert werden können. Wer nicht bezahlen kann, erhält Besuch vom Repo-Man, der die Organe ohne Rücksicht auf ihre „Nutzer“ zurückholen soll. Nathan Wallace ist einer dieser Repo-Man. Während er seinem erbarmungslosen Geschäft nachgeht, versucht er die dunkle Welt von seiner Tochter Shilo fernzuhalten. Doch das 17jährige Mädchen, das an einer seltenen Blutkrankheit leidet, kommt ihm immer mehr auf die Schliche.

Meinung
Horrorfilm auf der einen, Musical auf der anderen Seite. Das sind eigentlich zwei Genres, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, so könnte man meinen. Mit den richtigen Schauspielern und einer guten Story ist allerdings alles möglich, wie „Repo!“ beweist. Mit Anthony Steward Head, bekannt aus der Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ und „Merlin“ bringt Bousman einen Sänger und Schauspieler auf die Leinwand, der wie für die Rolle geschaffen ist. Sowohl mit seiner schauspielerischen Leistung, als auch seiner Gesangsstimme schafft Head es die Zerrissenheit seiner Rolle darzustellen. Ein spielt den liebenden Vater und den kaltblütigen Killer einmalig und gibt ihm eine Seele.

Die Welt in der die Figuren leben ist dunkel, die hervorstechende Farbe vor allem der Kleidung ist pechschwarz, einen Tag scheint es gar nicht zu geben, denn der Himmel ist fast immer dunkel. Der Film verbindet dunkle Farben mit rockigen Klängen, die eine wunderbar düstere Geschichte bis hin zum blutigen Ende erzählen.

Seltsam mutet die Opernsängerin Sarah Brightman im ganzen Szenario an. Ihr Sopran bietet ein Kontrast zu den tiefen Klängen der anderen Schauspieler. Doch auch sie fügt sich mit ihrem dunklen Kostüm in das Setting ein.

Wenn man sich selbige Kostüme ansieht, versteht man schnell, warum der Film die Bezeichnung Gothic Opera trägt. Hautenge schwarze Outfits, nur dann und wann von kleinen Farbklecksen durchbrochen. Wir sehen hier ein düsteres Bild einer Welt, die am Abgrund steht und niemand weiß, wohin die Heilung führen wird.

Fazit
Was soll ich sagen, ich habe den „Repo! The Genetic Opera“ mit Begeisterung gesehen und das auch mehr als einmal. Tolle Kostüme, sehr gute Schauspieler und wunderbar düstere Klänge. Es ist ein Film, den man gesehen haben sollte, allerdings sollte ich auch erwähnen, dass die Songtexte auf Englisch gesungen und mit Untertiteln gezeigt werden.

Mein Fazit also 5 von 5 Zähnchen.

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