Archiv für Juni 2014

Stephenie Meyers „Twilight-Saga“

Stephenie Meyer “Twilight-Saga”

 

Autor Stephenie Meyer
Übersetzt von Karsten Kredel,Sylke Hachmeister
Originaltitel Twilight-Saga
Verlag Carlsen
Originalsprache Englisch
Genre Fantasy
Seitenzahl 528 – 800(vier Romane)
Erscheinungsjahr 2008 – 2011
Preis 9,99 – 11,99 €

 

Inhalt
Die vier Romane der „Twilight-Saga“ erzählen die Geschichte des Menschenmädchens Bella und ihrer großen Liebe, dem Vampir Edward. Wir begleiten sie auf dem Weg zu ihrem „Glücklich bis in alle Ewigkeit“ und stolpern dabei über pubertierende Werwölfe, wahnsinnig hungrige Vampire und böse Könige.

 

Meinung
Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich über Twilight schreiben soll, denn wer kennt nicht wenigstens die Filme. Mittlerweile bin ich zu dem Ergebnis gekommen, warum nicht? Dies hier wird aber keine gewöhnliche Review, viel mehr habe ich vor einige Fragen zu den Romanen zu stellen, die mich irritieren. Ja, ich weiß, gehe niemals mit Logik an einen Fantasy-Roman aber bitte, lasst mir den Spaß. Ich werde mir ein oder zwei Fragen zu jedem Roman rauspicken. Das hier ist wohl auch eher für Kenner der Romane geeignet. Also gut, los geht’s:

1. Bis(s) zum Morgengrauen

Bella ist ein Gefahren-Magnet, wie mehr als einmal festgestellt wird. So ist es natürlich nicht überraschend, dass sie die Aufmerksamkeit eines „Rotauges“, also eines Vampirs, der Menschenblut trinkt, auf sich zieht. Sie flüchtet mit ihrer Freundin Alice, einer Hellseherin und deren Freund Jasper, einem Empath (er kann Gefühle anderer erspüren) nach Phoenix, Arizone. Nun mein Problem. James, der böse Vampir ruft an, um Bella zu sich zu Locken und sie schafft es tatsächlich zwei hochbegabten Vampiren zu entschlüpfen? Hä? Ja, gut, Spannung, aber bitte. Alice sieht die Zukunft! Gut, sie sieht nur etwas wenn eine Entscheidung getroffen wird… wer will mir bitte erzählen, dass Bella keine Entscheidung getroffen hat und mal eben spontan losgezogen ist. Oder dass James keinen Plan hatte, der Entscheidungen enthielt …

 

2. Bis(s) zur Mittagsstunde

Hach ja, Herzschmerz und Werwölfe. Worüber ich mir hier den Kopf zerbrochen habe? Über die Ernährungsgewohnheiten der Vampirhoheiten, also der Volturi. Bella macht sich gegen Ende auf, Edward zu retten. (Hinter Edwards Logik zu den Volturi zu gehen, um zu sterben, schauen wir erst gar nicht, Eddie wusste doch genau, dass Aro ihn in seiner Trophäensammlung haben wollte. So viel zum Sterben …) So kommt Bella schließlich im Thronsaal voller hungriger Vampire an und verlässt ihn tatsächlich wieder lebend. Schön und gut, als Eddie, Alice und Bella den Thronsaal verlassen, lesen wir wie eine Vampirin mit einer Gruppe Touristen ankommt, die an die Vampire in Volterra verfüttert werden. Touristen, ernsthaft? Wie lange es wohl noch dauert, bis die Volturi auffliegen? Stellt euch vor, ihr seid unterwegs in einer so schönen Stadt wie Volterra, alte Gebäude, romantischer Flair und so weiter, würdet ihr damit nicht hausieren gehen. Vielleicht auf Facebook ein Bild posten oder es euren Lieben daheim unter die Nase reiben? Diese „Touren“ finden wöchentlich statt und niemand vermisst die Personen die vernascht werden? Männer, Frauen, Kinder, ernsthaft? Da ist niemand, der sie vermisst und Verdacht schöpfen könnte?

 

3. Bis(s) zum Abendrot

Bella hat Edward nach der Nummer, die er gebracht hat zurückgenommen und nun steht sie vor dem großen Problem, dass James (Der Vampir aus Roman eins) Gefährtin Rache will. Da hab ich mich eigentlich nur gefragt, warum sie so lange gewartet hat. Ja wir wissen alle, sie war schon in Roman zwei in der Nähe und hat ärger gemacht. Warum hat sie sich nicht gleich ran gemacht. Am Anfang gab es nur drei Wölfe, wie wir wissen, die Wären doch sicher leicht mit etwas Kanonenfutter abzulenken gewesen und zack, schon hätte man einen hübschen Bella-Snack. Oder warum überhaupt der Ärger, sie hätte doch gleich zu den Volturi gehen können. Caius und Jane hätten das alles doch sicher gern für sie in die Hand genommen. (Ja, ich weiß, Logik)

 

 4. Bis zum Ende der Nacht

Im Laufe des Romanes kommt es dazu, dass Carlisle (Edwards Ziehvater) von den Verboten der Volturi spricht. Eines davon ist es, dass niemals ein Kind verwandelt werden darf, da diese nie lernen können ihre Blutlust zu kontrollieren und im Rausch ganze Städte zerstören können. Als Beleg erzählt Carlisle die Geschichte der Vampirin Sasha, die einen kleinen, vielleicht zwei Jahre alten Jungen verwandelte. Sie und das Kind wurde von den Volturi vernichtet. In dem Zusammenhang wird aber auch erklärt, dass nicht einmal die anderen Mitglieder von Sashas Zirkel von diesem Kind wussten. Sie hat es also vor ihren „Töchtern“ geheim halten können, nicht aber vor den Volturi? Wie ist das denn passiert, sind Aro und Co. einfach  zufällig über das Kind gestolpert? Nach dem Motto schauen wir uns um und sehen, wen wir heute vernichten können?

 

Danke, dass ihr mich auf meinem kleinen Logik-Trip begleitet habt, auch wenn ich meine Fragen wohl nie wirklich beantwortet bekommen werde.

 

Fazit
Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Bücher und habe sie gern gelesen, aber ich musste mir die Fragen einfach einmal von der Seele schreiben. Wenn ihr nicht mit zu viel Logik ran geht, sind die Bücher wirklich toll.

Mein Fazit also 4 von 5 Zähnchen.

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Filmtipp

Für alle die, die heute Abend noch nichts vor haben und mal einen guten Film sehen wollen. Auf RTL läuft „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“.

Ja, ich weiß, Buchverfilmungen sind ja eigentlich mist. Vergesst einfach mal die Verbindung zu den Romanen. Wenn man beides getrennt betrachtet, ist der gar nicht schlecht.^^

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