Erste German Comiccon

Schon vor Wochen waren die Karten für die erste „German Comiccon“ für Samstag den 5. Dezember ausverkauft. Dementsprechend voll versprach es zu werden. Den ersten Vorgeschmack darauf bekam ich schon, bevor ich die Westfalenhalle überhaupt betreten habe. Gerade aus der U-bahn gestiegen, war ich mir nicht sicher, ob ich meinen Augen trauen konnte. Ich hatte eine Menschenschlange vor mir, deren Anfang ich nicht sehen konnte. Da ich noch etwas auf ein paar Freunde warten musste, konnte ich mich daran machen, mir die Wartenden anzusehen. Die Schlange führte doch tatsächlich von Halle 1 bis zu 3b (grob geschätzt 500 Meter). Neben halle 3b liegt Halle 5 mit einem eigenen (relativ leeren) Eingang (Halle 4 ist nicht von außen zu erreichen). Ein VIP Eingang? Nein, er wurde (zu meinem Glück und dem meiner Begleiter einfach übersehen). Statt eine halbe Stunde anzustehen, konnten wir also gleich in die Halle huschen. (Nach einer kurzen Taschenkontrolle. Der Wachmann hat einen Blick in eines von drei Fächern geworfen.)

Schließlich in der Halle wurden wir mit einem Heidenlärm begrüßt. Direkt am Eingang befand sich eine Wrestling Bühne auf der gerade eine Show stattfand. Die Messebesucher waren ein bunt gemischter Haufen. Jung und (naja, nicht alt, aber) älter waren vertreten, den Altersdurchschnitt würde ich auf Ende 20, Anfang 30 schätzen. Es gab auch viele bunte Kostüme zu bestaunen. Von Batman, über imperiale Truppen und Dunkelelfen bis hin zu „My little Ponys“ war alles vertreten.

Die Messe selbst. Eine Freundin hat es wohl am besten beschrieben. „Bezahlter Eintritt in einen Comicshop“. Obwohl, wenn man genauer hinsieht, ist es wohl ein Merchendise-Shop. Wer wirklich wollte, konnte eine Menge Geld auf der Comiccon lassen. Ich gebe zu, auch ich habe ein wenig eingekauft. Poster, Bilder, Bettwäsche… Zu überraschend fairen Preisen.

Nur eines ist vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen. Die Comics selbst. Ja, man kann mit Fanartikeln und ähnlichem mehr Geld machen, aber sollte es auf einer Comicmesse nicht in erster Linie um die Comics gehen? Natürlich gab es einige Stände, die alte Comics verkauft haben, aber die sind im ganzen Trubel fast untergegangen. Auch eine Handvoll Zeichner waren vor Ort, aber die großen Namen waren nicht wirklich anzutreffen.

Im Großen und Ganzen hat mich die Comiccon dennoch fasziniert. Die Atmosphäre war toll. Ich habe ein paar toll gemachte Kostüme gesehen. Nächstes Jahr bin ich sicher wieder da und gespannt was sie nach dem ersten Versuch verbessert haben. Denn zu verbessern gibt es doch etwas. Trotzdem ich hatte meinen Spaß!
Liebe Grüße
Eure Federmaus

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